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Mediation im Non-Profit-Bereich

Konflikte brauchen Kreativität, um gelöst zu werden.

Rund 50 Teilnehmer versammelten sich beim Regionalgruppentreffen in der Landessportschule Hessen in Frankfurt. Der rege Austausch unter Kollegen und Interessierten zu Beginn der Veranstaltung führt jedes Mal zu neuen Kontakten und spannenden Begegnungen. Darum sammelte man sich bereits gut gelaunt zu dem Vortrag der eingeladenen Referentin.

Die Mainzer Mediatorin Gesine Otto hatte ihr Thema unter der Überschrift "Möglichkeiten der Präsentation von Mediation vor potentiellen Kunden im non-profit-Bereich" angekündigt. Auch diejenigen, die sich darunter eine Form der Akquisition vorgestellt hatten, gingen mit vielen neuen Eindrücken und Ideen nach einem spannenden Abend nach Hause.

Gesine Otto ist vor allem in Kindergärten und Schulen tätig. Sie arbeitet dort nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit deren Betreuern, denen sie vor allem die Haltung und die Ziele von Mediation vermitteln möchte. Ausgangspunkt ist für sie immer die Fragestellung, wie Mediation und die ihr innewohnende Kraft auf eine sehr konkrete und leicht verständliche Art und Weise vermittelt werden kann.

So ist das Eingangsbild von zwei bewaffneten Rittern auf dem Pferd ein gutes Beispiel für die Bildhaftigkeit, die Kindern eingängig ist, um sich an das Thema Konflikt und Fairness heranzuarbeiten. 

Das Fair Play im Sport ist ein anderer Bereich, den die Kinder kennen. Daraus entwickelte die Referentin ihre Farbsymbolik der roten, gelben und grünen Karten. Je mehr grüne Karten eingesetzt werden können in einem Streit, umso fairer geht es zu. Die Kennzeichen eines fairen Streites sowie der Weg dorthin wurden mit Hilfe der Apfelsinengeschichte aufgezeigt. Verschiedene Präsentationsformen aus der Praxis wurden durchgespielt.

Die Frage "Welche Personen sind beteiligt und wie gehen sie vor?" führte zum Eisbergmodell. Damit Kinder Zeichen der Nichtanerkennung wie "Nase rümpfen", gähnen und Kommentare abgeben, wenn der andere spricht, erkennen, ist die Vorstellung nützlich, dass alles, was ich auf einer Videokamera aufnehmen kann, dazu beitragen: Aussagen, Verhalten, Position.

Die Mediation mit Kindern möchte dazu führen, Ziele hinter dem Streit zu erkennen und als gleichberechtigt anzuerkennen. Es gehört viel Kreativität dazu, gemeinsame Ziele zu finden, so die Referentin.

Nach dem Vortrag konnten sich die Teilnehmer in Kleingruppen selbst mit Spielen, Filmen, Musiktexten und Schildern beschäftigen – welche sind rot, gelb oder grün? Immer wieder forderte Gesine Otto die Seminarteilnehmer auf, die eigene Sprache kritisch zu beobachten. Denn dadurch und über die Betrachtung des Alltagslebens wird uns bewusst, welche Haltung wir gegenüber unseren Mitmenschen transportieren.

 

Christine Oschmann

 

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